Posts mit dem Label sonstiges werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label sonstiges werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 15. Dezember 2009

Deutschstunde für Staatsanwälte

„Die meisten Juristen werden schon im Studium darauf vorbereitet, simple
Aussagen durch Fremdwörter, Schachtelsätze und einem alles erstickenden
Nominalstil zu tarnen“, räumt Oberstaatsanwalt Dr. Jörg Fröhlich freimütig ein.

Beim Lesen dieser Zeilen komme ich aus dem Nicken kaum noch raus - da das Tippen deshalb schwer fällt, lest doch bitte im Original, wie sich Niedersachsens Staatsanwälte nun Deutsch bei bringen lassen: Pressemitteilung als PDF (vom August)


Montag, 4. August 2008

Schmuck: "10 Regeln für klares Juristendeutsch"

Der von mir bereits im Kurs empfohlene RA Michael Schmuck ("Deutsch für Juristen") will Juristen mit 10 Regeln zu klarem Deutsch verhelfen - am 8. August, im Aktuell-Teil der NJW.

Das Thema kommt richtig in Mode, hatte doch erst kürzlich Joachim Jahn im JuS-Magazin für "Klares Deutsch" geworben.

Mittwoch, 9. Juli 2008

Briefe an junge Juristen

Jura abbrechen. Dieser Titel sorgte für beängstigend viele Besucher auf einem alten (abseitigen) Juratexter-Post. Auch Gespräche mit Studenten zeigen: Viele wissen nicht, was die Branche von ihnen fordert und wünschen sich Rat, der über das übliche Karrieregebrabbel entsprechender Magazine hinausgeht. Doch wer kennt schon die Granden unserer Zunft persönlich und bekommt deren Lebensweisheit mitgeteilt?

Der Beck-Verlag hat nun "Briefe an junge Juristen" im Programm: Ein Podcast, in dem bekannte Persönlichkeiten von prägenden Erfahrungen ihres Lebens berichten. Nicht nur für Sinnsucher relevant:

"Welche Erlebnisse waren entscheiden? Welche Werte haben Bestand? Worauf kommt es wirklich an?"

Idee und Realisation sind Tobias Gostomzyk zu verdanken.

Mittwoch, 2. Juli 2008

Quiz

Für die Arbeitspause: 30 Fragen zur Rechtschreibung im Duden-Quiz, abrufbar bei Welt.de. Durchaus knackig!

Freitag, 27. Juni 2008

Endlich: Das große "ß"

SPAßSSGESELLSCHAFT - solche Worte in Großbuchstaben mussten bislang inkonsequent falsch geschrieben werden, nämlich mit einem kleinen "ß" "SS". Damit ist nun Schluss, berichtet die Welt. Denn DIN und ISO haben sich geeinigt: Bald gibt es das große "ß".
Ich komme allerdings nicht über das dpa-Foto hinweg, mit dem die um korrekte Sprache bemühte Welt ihren Beitrag schmückt. Dort steht das Wort "BAßSAITE" - das schreibt sich aber mit drei "S".

Samstag, 23. Februar 2008

"Cool"

Das LG Köln hat sich - nun im Hauptsacheverfahren - zur Zulässigkeit des Lehrerbewertungsportals "spickmich.de" geäußert. Um zu ermitteln, was "cool" bedeutet, rekurriert es auf Wikipedia:
So wird der Begriff "cool" als jugendsprachliches Wort eher zur Kennzeichnung von Dingen verwandt, die als besonders positiv empfunden werden und den Idealvorstellungen im verwandten Kontext möglichst nahe kommen (vgl. Onlinelexikon von Wikipedia.org). Dies wird auch darin deutlich, dass dem Bewertungskriterium "cool" "peinlich" gegenübergestellt wird.
Dennoch, für die Hausarbeit rate ich nach wie vor zu konservativeren Medien. Einen guten Kompromiss mag vielleicht der bald kostenlose Online-Auftritt des Brockhaus bieten. Allerdings: In einem kürzlich durchgeführten Vergleichstest verlor der Brockhaus gegen Wikipedia (Quelle: FAZ.net).
Übrigens: Das präzise Gegenstück zu "cool" ist natürlich "uncool".


Freitag, 22. Februar 2008

Gerichtsseitige Deutsch-Brocken

Manche Fundstücke können gar nicht genug weitergeleitet, angeprangert und ausgelacht werden. Folgendes Prachtexemplar des AG Köln hat Udo Vetter auf seinem LawBlog ausgestellt:

"Nach Aktenlage wird gerichtsseits derzeit Einspruchsrücknahme angeregt."

Warum nicht: "Das Gericht regt derzeit an, den Einspruch zurückzunehmen"? Zu ...deutlich? Angst vor dem erweiterten Infinitiv mit "zu"? Produziert man nach zwei juristischen Staatsexamina automatisch brockiges Behördendeutsch? Traditionell betonte der sogenannte Kanzleistil den Unterschied zwischen Gelehrten und dem Gemeinvolk. Das entspricht möglicherweise auch heute noch dem Habitus vieler Juristen, nicht jedoch ihrer gesellschaftlichen Funktion.

Es leuchtet jedoch ein Silberstreifen im amtsgrauen Einerlei. Ein Projekt der Universität Bochum kämpft ausdrücklich für eine moderne und verständlicher Amtssprache (Beispiele).

Donnerstag, 24. Januar 2008

Roxin doch nicht tot

...entgegen gelegentlich im Freitagskurs gestreuter Gerüchte lebt die Legende des Strafrechts und gastiert heute an der juristischen Fakultät in Würzburg (andere ansicht.de).

Seinen bisweilen sehr motivierenden Text "Vom Beruf des Juristen und vom Studium des Rechts" könnt ihr bei Jurawelt lesen. Ein - nicht ganz zufällig gewählter - Auszug:

"Was muss man können, um als Jurist erfolgreich zu sein? (...) Man benötigt eine erheblich überdurchschnittliche schriftliche und auch mündliche Ausdrucksfähigkeit."

"(...) auch Schreiben und Reden ist sehr wohl erlernbar, wenn auch leider so gut wie gar nicht auf der Universität. Wenn jemand auch nur täglich 20 Seiten Thomas Mann liest und einer Beziehungsperson täglich einen zehnminütigen Probevortrag hält, wird er rasch merken, wie seine Ausdrucksfähigkeit zunimmt."

Das mit der Universität ist natürlich nicht mehr aktuell...

(Webauftritt von Prof. Dr. Claus Roxin)


Montag, 7. Januar 2008

Stoffsammlung: Wenn das Lesen zur Qual wird - Störfaktoren in juristischen Texten

Die Gedanken driften ab, die Lider werden schwer - der Blick aus dem Fenster und immer wieder: Seufzen. Die Schuld daran trifft nicht immer nur den Leser, sondern oft auch den Autoren. Viele Texte aus der Feder von Studenten sind eine Zumutung. Doch auch professionelle Texte sind nur selten ein Lesegenuss. Es darf gesammelt werden:

Was stört den Lesefluss und verärgert den Leser?

Was macht schlechten Stil aus?

Wie sollte ein Text am besten nicht sein?

(Bitte die Kommentarfunktion nutzen!)

Montag, 12. November 2007

Bohlen ein Künstler

- es kommt bei Begriffen eben auf den Bedeutungszusammenhang an: Informationen von Arbeit und Arbeitsrecht - Aktuell.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Jura abbrechen?

Wenn Sie das vorhaben, kann mit Glück dennoch etwas aus Ihnen werden - zum Beispiel ein "Prozesshansel" (Spiegel Online).

Update: Vorher bitte noch hier vorbeischauen.

Donnerstag, 4. Oktober 2007