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Montag, 16. Juni 2008

Zum Zitieren

Wer in Haus- und Schwerpunktarbeit richtig zitieren will, stößt in der Regel schnell auf Fragen, die nicht in Vorlesungen und Arbeitsgemeinschaften besprochen wurden. Die folgenden Texte zweier Autoren aus Hamburg beantworten die meisten:

  • Stüber, Stephan: Zitieren in juristischen Arbeiten, 2006 (34 S., PDF)
  • Mankowski, Peter: Zitier- und Gliederungsempfehlungen, Stand: 2008 (13 S., Word-Doc)

Montag, 9. Juni 2008

Sicksche Lehren

Ungern möchte ich an dieser Stelle wiederkäuen, was Bastian Sick und andere an Grammatik-Wissen unters Volk gepeitscht haben. Dennoch wurde ich kürzlich gefragt, ob ich nochmal erklären könnte, wo der Unterschied zwischen "dasselbe" und "das Gleiche" läge.
Dazu weise ich auf meinen früh genannten Tipp hin: Neugierig werden und nachschlagen! Quellen habe ich schon einige genannt (siehe Kategorie "Hilfsmittel"), über Google lässt sich auch so manches finden. Wo ein Wille, usw...
Wer auf Sicksches Material erpicht ist, der wird hier geholfen - auch im Hinblick auf dasselbe und dergleichen.

Freitag, 2. Mai 2008

Wort für Wort

Der Duden bietet nun auch täglich ein neues Wort an. Ein Beispiel für (manche) Juristen: Der Phrasendrescher.

Mittwoch, 26. März 2008

"entsetzlich umständlich, unlogisch und unstrukturiert"

- so beschreibt die FAZ Microsoft Word. Wohl wahr, aber es gibt ja mit OpenOffice eine kostenlose Alternative. Diese, nochmal FAZ,

"kann es durchaus mit Word aufnehmen"

und es gibt sie übrigens auch für den Mac, dort unter dem Namen NeoOffice.

Synopsen kostenlos

Lawgical berichtet über ein sehr nützliches Online-Hilfsmittel: Bei Lexetius können Synopsen zu BGB, GG und UrhG online abgerufen werden. Auf diese Weise lassen sich Rechtsprobleme leicht über längere Zeiträume in die jeweils gültige Rechtslage einordnen. Hintergrund: RA Thomas Fuchs hat offenbar ein Programm geschrieben, das ihm die Erstellung textlicher Vergleiche im Wesentlichen abnimmt.

Montag, 10. März 2008

Online-Rechtslexikon Valuenet

Wer beim Formulieren in Klausur und Hausarbeit häufiger daneben greift, sollte sich den gelegentlichen Blick in ein Rechtslexikon angewöhnen. Dazu hatte ich bereits Lexika in Buchform empfohlen sowie die Wikipedia. Heute bin ich auf ein weiteres sehr brauchbares Online-Lexikon gestoßen, das ich nun in die "Texterlinks" aufgenommen habe: Das Rechtslexikon der Valuenet GmbH.
Die Beiträge sind sehr verständlich geschrieben, gehen allerdings nicht sehr in die Tiefe (so auch das Urteil beim ITM Münster). Dafür bleibt man von wilden Spekulationen und Privatthesen verschont, die in anderen Online-Lexika zur Tagesordnung gehören.

Dienstag, 26. Februar 2008

Mindmapping-Software

Lawgical berichtet über einen Vortrag über Mindmapping-Software für Juristen. Aiman Khalil stellte verschiedene Programme vor, unter anderem das von mir empfohlene Freemind.

Insbesondere Mindomo ist eine interessante, da webbasierte Alternative - ihr braucht eure Mindmaps also nicht auf der Festplatte zu speichern, sondern habt sie immer über das Internet griffbereit. Die Bedienung und der Funktionsumfang von Mindomo und Freemind ist vergleichbar.

Freitag, 8. Februar 2008

Ausbildungszeitschrift - kostenlos!

"Zeitschrift für das juristische Studium" nennt sich die neue Online-Publikation, die sich offenbar vor Allem an Studenten wendet und u.a. von Roxin herausgegeben wird. Ein längst überfälliges Projekt. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • kostenloser Zugang
  • bequem, da online
  • aktuell, da online
  • leserfreundliche und zitierfähige pdf-Ausgabe mit Seitenangaben
Diese Vorteile gelten auch für die - freilich weniger prüfungsrelevante - Zeitschrift für Internationale Strafrechtsdogmatik.

(via Statt Aller)

Montag, 14. Januar 2008

und noch ein Blogger: Beck-Blog Beta gestartet

Beck startete vor kurzem einen Blog. Dort äußern sich verschiedene Experten zu neuen Entwicklungen des Rechts. Kommentierungen sind möglich und werden offenbar schnell beantwortet. Es bloggen auch zwei Professoren - dies ist in Deutschland eine Neuerung, weiß Simon Möller vom Telemedicus zu berichten.

Freitag, 11. Januar 2008

Mindmapping - Grillanzünder für den Kopf

Das leere Blatt - Schrecken aller Schreiberlinge: Der Kopf ist wie blockiert, die eigenen Ideen wirken konzeptlos und ungeordnet, wo soll man bloß anfangen? "Mindmapping" hilft manchen Autoren über diese Probleme hinweg. Juristen können diese Methode bei der Themenarbeit, aber auch beim Lernen verwenden.

Das Problem:

Das Gehirn funktioniert assoziativ-nonlinear. Lesen und Schreiben hingegen sind zwangsläufig lineare Prozesse - ihr lest von links nach rechts, ein Wort nach dem anderen. Auch Querverweise oder Links ändern daran grundsätzlich nichts.
So läuft es daher ohne Mindmapping: Wenn ihr versucht, linear Ideen zu sammeln, wird eure kreative Phase stets von der Nachfrage unterbrochen, "wohin" die Idee sortiert werden soll. Damit ihr eure Gliederung später nicht mehr umstellen müsst, bemüht ihr euch um eine gute Reihenfolge. Die Reihenfolge sollte allerdings der Logik entsprechen. Sie kann daher erst dann festgelegt werden, wenn der Stoff bekannt ist. Ein Teufelskreis - zumal für Anfänger. Es fehlt der Brückenschlag zwischen Hirn und Text.
Hier setzt Mindmapping an: Es erleichtert die Entwicklung von assoziativem Ideensammeln zur linearen Gliederung.

Anwendungsgebiet

"Mindmappen" kann fast immer helfen, wenn es darum geht zu ordnen. Wo diese Ordnung bereits vorgegeben ist - im juristischen Gutachten - ist die Mindmap dagegen überflüssig. Teilweise wird sie jedoch auch hier benutzt, um eine Streitdarstellung oder ein sonstiges Problem vorzubereiten. Im Übrigen kann eine Mindmap auch als Vorlage für einen Vortrag dienen, als Organigramm, etc..

Es gilt im Übrigen: Über die Anwendung aller Arbeitsmethoden und damit auch der Mindmap entscheidet letztlich allein ihr - wenn ihr damit nichts anfangen könnt, lasst es sein. Aber ich empfehle dringend eine Probe aufs Exempel.

Voraussetzungen


Bevor eine Mindmap erstellt werden kann, wird eine Stoffsammlung benötigt. Diese sollte
zunächst aus eigenen Ideen und erst dann aus anderen Quellen erstellt werden. Unterbrecht diesen Prozess nicht durch kritische Zwischenfragen - hier ist eher Masse als Klasse gefragt. Wenn ihr fertig seid, könnt ihr offensichtlich Unsinniges immernoch streichen.

Erstellung

Nun formuliert ihr einen möglichst präzisen Titel und setzt ihn in die Mitte. Dann erstellt ihr die ersten Arme. Dabei gibt es kaum Regeln, außer: Untergliedert maximal in sieben Unterarme. Habt ihr fünf oder mehr Unterarme könnt ihr meistens weiter untergliedern. Der Hintergrund dieser Regel ist neurologischer Natur.

Wie ihr "malt" ist euch überlassen. Die Wirbelwind-Methode funktioniert, führt aber leider zu hakenkreuzähnlichen Gebilden. Manche zeichnen statt bloßer Linien Blasen (auch: "Knoten").
Man kann die Mindmap schließlich auch mit Farben und Bildchen garnieren - Geschmackssache.

Computergestütztes Mindmapping

Ich persönlich bevorzuge Mindmapping am Computer. Dies erlaubt leichte Korrektur und geht - nach einer Eingewöhnung - erheblich schneller. Dazu benutze ich die Freeware Freemind (download bei Heise.de). Mindmaps sehen dann so aus:


Hier findet ihr dieselbe Zeichnung vergrößerbar als PDF-Datei.

Übrigens: Angeblich harmoniert Freemind bestens mit OpenOffice.

Wirkung

Im Idealfall löst das Mindmapping Schreibblockaden, ordnet Ideen und erlaubt überhaupt erst das ungehemmte Sammeln von Ideen. Jedoch gibt die Mindmap nur den Anstoß für die eigentliche, stets lineare Arbeit - sozusagen als Brandbeschleuniger für das eigentliche Grillen. Hat man für eine Themenarbeit eine Mindmap erstellt, so ergeben sich die groben Punkte nun aus den ersten Armen der Mindmap. Lediglich die Reihenfolge ist noch festzulegen. Damit "steht" die Gliederung - jetzt beginnt das eigentliche Schreiben.

Montag, 26. November 2007

Alternative zu MS Word: OpenOffice

Aufgrund des regen Interesses an Alternativen zu Word und insbesondere dem kostenlosen Programm "OpenOffice":

Was ist OpenOffice?
OpenOffice ist ein Programmpaket, quasi die kostenlose Variante des Microsoft Office-Pakets (einschließlich Tabellenkalkulation, Präsentationsprogramm etc.) - aber es ist sog. OpenSource-Software. Ihr Quellcode ist offen und darf be- und verarbeitet werden - das übernehmen ehrenamtliche Programmierer. Mehr dazu in der Wikipedia. Alles was ihr mit Microsoft bearbeitet habt, kann mit OpenOffice ("OO") geöffnet, bearbeitet und abgespeichert werden. Bei gewöhnlichen Dokumenten gibt es keinerlei Schwierigkeiten, im Einzelfall - bei Grafiken etc., leider auch bei Fußnoten - ist dies anders.

Ist die Umstellung schwierig?
Es ist eine Umstellung - aber keine schwierige. Nach einer kurzen Einarbeitung (nach Möglichkeit nicht während der Hausarbeit versuchen!) läuft alles wie gewohnt.

Warum wechseln?
OO ist meiner subjektiven Erfahrung nach absturzsicherer. Es ist kostenlos - dadurch könnt ihr euch immer die aktuellste Version leisten. Der Writer ("Word") kann PDF-Dateien erstellen - ohne umständliches Zusatzprogramm, sondern einfach per Knopfdruck. Natürlich sind diverse andere Formate - darunter auch Microsoft Words ".doc" - enthalten. Ein Computerfachmann erklärte mir kürzlich, dass Word beim Ändern des Druckertreibers an den Rändern herumspiele - eine unangenehme Erfahrung, kurz vor Fristablauf. Für manche mag die neue Oberfläche von Word Vista auch ein Grund zum Wechseln sein.
Ich habe mein Examenshausarbeit mit OO geschrieben - und habe es nicht bereut.

Update: Siehe auch: "entsetzlich umständlich, unlogisch und unstrukturiert"

Was spricht gegen OpenOffice?
Gegen einen Wechsel spricht, dass es sich tatsächlich um eine Veränderung handelt - Menschen sind Gewohnheitstiere.
Zudem arbeitet die Mehrzahl der Menschen mit MS Word und eine Zusammenarbeit zwischen den Systemen ist nicht ratsam.

Wo bekomme ich es her?
Zum Download geht es hier.

Andere Programme:
OpenOffice ist fast dasselbe wie "StarOffice". Letzteres kostet jedoch Geld, es sei denn ihr ladet das Programm mit dem "Google Pack" herunter (dazu ein Artikel der PC-Welt).

Ein Artikel der Zeitschrift c't zum Thema "Riesentexte" mit OpenOffice ist auf heise.de abrufbar.

Es gibt weitere Programme, aber ich kenne keines mit einer ähnlichen Verbreitung wie OO.

Samstag, 17. November 2007

Buchtip: Recht A-Z

Wem der "Creifelds" zu teuer ist, kann für 4 Euro den Band Recht A-Z über die Bundeszentrale für politische Bildung beziehen.

Dienstag, 16. Oktober 2007

"h.M., vgl. nur Wikipedia?"

Die Wikipedia wird von Juristen und anderen sich ernstnehmenden Menschen häufig etwas stiefmütterlich beäugt. Das Klischee sagt, ein betonharter Jurist könne sich nicht auf ein dermaßen flüchtiges und geradezu obszön offenes Medium stützen - ist er doch oberschenkeldicke Bücher gewöhnt.
In Wirklichkeit sind gerade die Wikipedia-Artikel zu Rechtsthemen von außergewöhnlicher Qualität - ganz im Gegensatz zur Grütze, die aus so manch einem Rechts-Forum tropft.

Dies wird nun wohl zunehmend auch durch Gerichte erkannt: RA Henning Krieg (Bird&Bird) berichtet unter Verweis auf Telemedicus von der vermehrten Nutzung des Mitmach-Lexikons durch deutsche Gerichte. Die ganze Liste gibt es bei... na, Sie wissen schon.

Dennoch gilt für Hausarbeiten: Nur mit größter Vorsicht! Korrektoren werden trotz allem einen Verweis auf den guten alten "Brockhaus" o.ä. bevorzugen.